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Großviehmarkt am 11.02.2026

Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 1 von der Kellermann GbR aus Vordereben bei Jandelsbrunn

Bulle mit der Kat.-Nr. 2 von der Zierer GbR in Englmühle, Gemeinde Pfeffenhausen

Statistik GVM 11.02.2026

87.000 € für einen reinerbig hornlosen Seide P*S-Sohn!

Beim Februar-Zuchtviehmarkt in Osterhofen wurde mit 81 Stück dieselbe Anzahl an Tieren vorgestellt wie einen Monat zuvor. Angebot und Nachfrage haben sich dabei die Waage gehalten. Wie bei den Kälbermärkten wäre es auch beim Zuchtviehmarkt von Vorteil, wenn möglichst viele Tiere bezüglich der Blauzungenkrankheit Serotyp 8 einen negativen PCR-Test vorweisen könnten. Dies würde sich positiv auf die Preisbildung auswirken, weil diese Tiere auch in freie Gebiete bezüglich der Blauzungenkrankheit vermarktet werden könnten.

Gleich zu Beginn der Versteigerung stand der Höhepunkt der Veranstaltung auf dem Programm. Der Bulle mit der Katalognummer 1 hatte bereits im Vorfeld das Interesse mehrerer Besamungsstationen geweckt. Es handelte sich dabei um einen der besten reinerbig hornlosen Bullen der gesamten Fleckviehpopulation. Dieser Seide P*S-Sohn aus einer Masasi PP*-Tochter von der Kellermann GbR aus Vordereben bei Jandelsbrunn überzeugte durch einen Gesamtzuchtwert von 142. Mit einem Milchwert von 120 und einem Fleischwert von 115 entspricht der Bulle voll dem Doppelnutzungscharakter der Rasse Fleckvieh. Hervorragend ist zudem der Fitness-Zuchtwert von 131, der in der Mutterlinie durch langlebige Kühe mit 8, 10 und 12 Kalbungen belegt wird. Auch der Bulle selbst präsentierte sich mit sehr guter Entwicklung, hat er doch mit 11,5 Monaten bereits ein Gewicht von 570 kg erreicht. Nach einem längeren Winkerduell ging der Zuschlag schließlich bei 87.000 € an die Besamungsstation Neustadt/Aisch.
Mit der Katalognummer 2 wurde ein weiterer Bulle von der Besamungsstation Neustadt/Aisch für 4.700 € ersteigert. Es handelte sich dabei um den zweitbesten von 117 getesteten Eisenherz P*S-Söhnen, der auch auf der Mutterseite mit Hotrod P*S aus Veltliner eine interessante Linienkombination  vorweisen kann. Der mischerbig hornlose Bulle besitzt einen Gesamtzuchtwert von 137 bei sehr ausgeglichenem Zuchtwertniveau hinsichtlich Milch, Fleisch und Fitness. Die positiven Exterieurzuchtwerte hat er auch durch seine eigene gute Entwicklung und zudem einem sehr korrekten Fundament unterstrichen. Züchter dieses bisher einzigen Eisenherz P*S-Sohnes im Besamungseinsatz ist die Zierer GbR in Englmühle, Gemeinde Pfeffenhausen.
Weitere 5 Bullen wurden von Landwirten für den Natursprung ersteigert und erlösten im Mittel 3.260 €. Für einen Edeljoker PP*-Sohn von Simon und Christian Wachter aus Allmersdorf, Landkreis Kelheim, wurde mit 4.050 € der bisher höchste Preis für einen Deckbullen geboten.

Das Angebot der Jungkühe viel mit 49 Tieren geringer aus als zuletzt. Rund 30 % der Jungkühe waren bereits wieder garantiert tragend und trotzdem lag die durchschnittliche Tagesmilchmenge bei 28,3 kg. Mit einem Durchschnittspreis von 2.647 € lag das Preisniveau gleichauf mit der letzten Auktion. Die Preisspanne reichte von 1.500 € bis 3.300 €, wobei der Spitzenpreis für eine Zitrus Pp*-Tochter von Stefan Schlögl aus Buch bei Ortenburg erzielt wurde. Bei einem Gewicht von 710 kg und einer Tagesmilchmenge von 33,0 kg verkörpert auch sie in idealer Weise den Doppelnutzungstyp der Rasse Fleckvieh.
Weitere neun Kühe mit zwei bis vier Abkalbungen wechselten zu einem Versteigerungspreis von im Schnitt 2.461 € die Besitzer.

Ähnlich wie im Januar standen abschließend noch 13 Kalbinnen zum Verkauf. Bei einem Durchschnittsgewicht von 719 kg wurde ein Spitzenwert von 850 kg erreicht. Hinsichtlich der Preise ergab sich eine Spanne von 2.200 € bis 2.700 € und ein mittlerer Preis in Höhe von 2.404 €.

Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 25. März 2026 statt.

 

 

Großviehmarkt am 14.01.2026

Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 1 gezüchtet von der Hierl GbR und aufgezogen von Obermeier Patrik

Statistik GVM 14.01.2026

Fleckviehzuchttiere weiterhin sehr gefragt

Der erste Zuchtviehmarkt in Osterhofen im neuen Jahr 2026 war gut besucht, auch weil die Berufsschule Straubing mit ca. 80 Schülern im Ausbildungsbereich Landwirtschaft sowie den Lehrkräften sich über die Zuchtviehvermarktung informierten. Mit 81 vorgestellten Tieren lag das Zuchtrinderangebot knapp unter den Tierzahlen des Dezembermarktes. Mit Ausnahme von 2 Bullen wurden alle Tiere von niederbayerischen Käufern ersteigert. Durch einen negativen Test der Verkaufstiere hinsichtlich der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 wäre auch eine Vermarktung in freie Regionen möglich.

Zu Beginn der Auktion standen 5 sehr korrekte Bullen zum Verkauf, die sich sehr einheitlich präsentierten. Den jüngsten Bullen mit knapp 12 Monaten sicherte sich die Besamungsstation Neustadt zum Preis von 4.700 €. Es handelte sich dabei um einen der besten von über 400 getesteten Edeljoker PP-Söhnen, gezüchtet von der Hierl GbR in Neuses bei Altmannstein und aufgezogen von Patrik Obermeier in Arnhofen. Dieser mischerbig hornlose  Bulle überzeugte aufgrund seiner guten Entwicklung, einem sehr feinen Fundament, einem ausgeglichenen Zuchtwertniveau sowie einer seltenen Abstammung mit Edeljoker PP x Hofrat x Incredible PP*.
Die restlichen 4 Bullen wurden für den Deckeinsatz in Milchviehbetrieben angekauft und erzielten einen Durchschnittspreis in Höhe von 3.200 €.

Mit 58 Tieren war die Kategorie der Jungkühe nicht ganz so stark besetzt als bei der Dezemberauktion, allerdings lag die durchschnittliche Tagesmilchmenge bei 28,5 kg und damit etwas höher als zuletzt. Bei Preisen zwischen 1.550 € und 3.250 € errechnete sich ein Preis von im Schnitt 2.637 €. Für 7 Jungkühe wurden Preise von 3.000 € und mehr geboten. Der Tageshöchstpreis von 3.250 € wurde für die Spitzenkuh aus dem Züchterstall der Fenzl GbR in Prünst bei Patersdorf bezahlt. Diese Han Solo-Tochter überzeugte durch ihr sehr korrektes Exterieur hinsichtlich Fundament und Euter, einem Gewicht von 620 kg sowie einer Tagesmilchmenge von 31,2 kg.
Weitere drei Kühe mit zwei bis vier Abkalbungen konnten eine mittlere Tagesmilchmenge von 36,8 kg vorweisen.  Diese gingen zu einem Versteigerungspreis von im Schnitt 2.633 € an die neuen Besitzer.

Abschließend standen noch 14 Kalbinnen zum Verkauf und damit mehr als bei den letzten Auktionen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 730 kg wurden Spitzenwerte bei 870 bzw. 940 kg erreicht. Hinsichtlich der Preise ergab sich eine Spanne von 2.250 € bis 2.650 € und ein mittlerer Preis in Höhe von 2.454 €.

Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 11. Februar 2026 statt.

 

 

Großviehmarkt am 10.12.2025

Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 3 von Petra Kammermeier

Statistik GVM 10.12.2025

Zuchtviehpreise zum Jahresabschluss angestiegen

Der Dezember-Zuchtviehmarkt in Osterhofen war gut besucht und auch das Zuchtviehangebot war mit insgesamt 87 Tieren größer als bei den vorhergehenden Auktionen. Mit Ausnahme der Kalbinnen erhöhte sich auch das Preisniveau in den einzelnen Tierkategorien. Bis auf 2 Verkaufstiere wurden alle weiteren Zuchttiere von niederbayerischen Rinderhaltern ersteigert.

Mit 5 Zuchtbullen war das Angebot in dieser Kategorie relativ knapp und trotzdem fanden sich nur Kaufinteressenten für 3 Natursprungbullen, die im Mittel für 3.000 € versteigert wurden. Der Spitzenbulle stammte aus dem Zuchtbetrieb von Petra Kammermeier aus Nißlpram bei Bayerbach. Es handelte sich dabei um einen jungen aber bestens entwickelten, mischerbig hornlosen Inside Pp*-Sohn aus einer langlebigen Etoscha-Tochter. Der Zuschlag erfolgte bei 2.950 €. Der Tageshöchstpreis von 3.250 € wurde für einen ebenfalls mischerbig hornlosen Hasso Pp-Sohn vom Aufzuchtbetrieb Manfred Weiß in Ebertsried geboten. Züchter dieses Bullen ist Thomas Obernhuber aus Starzen, Gemeinde Hebertsfelden.

Die Kategorie der Jungkühe war wie immer am stärksten besetzt und mit 69 Tieren standen auch deutlich mehr zum Verkauf als bei der letzten Auktion. Ca. 60 % der Jungkühe waren gegen die Blauzungenerkrankung geimpft und die durchschnittliche Tagesmilchmenge lag bei 28,3 kg.  Als Durchschnittspreis ergab sich ein Wert in Höhe von 2.740 €, wobei sich die Preise in einer Spanne von 2.000 € bis 3.300 € bewegten. An die Spitze der Jungkühe hatte die Bewertungskommission eine Herzpower-Tochter von Franz Weigl in Etzenbach bei Biburg gereiht, die mit einem Gewicht von 780 kg und einer Tagesmilchmenge von 30,8 kg überzeugte. Von dem neuen Besitzer wurde dies mit einem Preis von 3.200 € honoriert. Der Tageshöchstpreis von 3.300 € ging an eine Valmet-Tochter von Franz Steiner in Enthof, Gemeinde Kößlarn, die mit 38,2 kg Milch und bestem Milchfluss glänzte.

Weitere vier Kühe mit jeweils zwei Abkalbungen konnten eine mittlere Tagesmilchmenge von 34,2 kg vorweisen.  Diese gingen zu einem Versteigerungspreis von im Schnitt 2.788 € an die neuen Besitzer.

Zum Abschluss der Auktion standen noch neun Kalbinnen zum Verkauf. Mit diesen Tieren konnten die Käufer ihre Bestände relativ günstig ergänzen. Bei Preisen zwischen 2.200 € und 2.550 € errechnete sich ein Durchschnittspreis in Höhe von 2.272 €. Der Tageshöchstpreis von 2.550  € wurde für eine 810 kg schwere Wintertraum-Tochter von Konrad Frankenberger aus Aufhausen bezahlt.

Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 14. Januar 2026 statt.

 

Großviehmarkt am 12.11.2025

Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 3 von der Ettl GbR in Eggerszell

Statistik GVM 12.11.2025

Reinerbig hornloser Seide-Sohn geht an die Bayern-Genetik

Beim November-Zuchtviehmarkt in Osterhofen standen mit 78 Zuchtrindern wieder mehr Tiere zum Verkauf als dies im Oktober der Fall war. Da beim Zuchtviehmarkt in Osterhofen in der Regel die meisten Tiere in Niederbayern verbleiben, spielte die aktuelle Blauzungensituation kaum eine Rolle, im Gegensatz zu den Kälbermärkten.

Zu Beginn der Versteigerung standen 10 Bullen zum Verkauf, von denen bis auf einen alle Gebote erhielten. Die Bayern-Genetik ersteigerte einen reinerbig hornlosen Seide-Sohn aus der leistungsstarken Mydream-Tochter Maraya Pp* vom Betrieb Ettl GbR in Eggerszell zum Preis von 4.700 € für den Besamungseinsatz. Der formalistisch sehr korrekte Bulle brachte mit gerade 12 Monaten bereits ein Gewicht von 640 kg auf die Waage. Auch die Exterieur-Zuchtwerte lagen alle im überdurchschnittlichen Bereich. Weitere 8 Bullen wurden von niederbayerischen Milchviehhaltern für den Deckeinsatz zu Preisen von 2.200 € bis 3.000 € erworben. Der Durchschnittspreis für alle Bullen lag bei 2.933 €.

In der Kategorie der Jungkühe erzielten die 55 verkauften Jungkühe einen mittleren Preis von 2.668 €, bei einer Spanne von 2.000 € bis 3.150 €. Die durchschnittliche Tagesmilchmenge lag bei 27,8 kg, wobei 27 % die Kühe bereits wieder garantiert tragend waren. An die Spitze hatte die Bewertungskommission eine Epik-Tochter vom Betrieb Johann Hollmayr aus Wetzelsdorf bei Teisnach rangiert, für die auch der Tageshöchstpreis von 3.150 € geboten wurde. Sie überzeugte mit einer Tagesmilchmenge von 37,7 kg bei einem Gewicht von 645 kg.

Weitere fünf Kühe mit jeweils zwei Abkalbungen wurden ebenfalls versteigert.  Diese gingen zu einem mittleren Versteigerungspreis von 2.430 € an die neuen Besitzer.

Zum Abschluss der Auktion standen noch sieben Kalbinnen zum Verkauf. Der Tageshöchstpreis von 2.650  € wurde für eine hornlose und 750 kg schwere Moyer PP*-Tochter von Kajetan Hüttinger in Helming bei Deggendorf bezahlt. Im Schnitt wurde für die Kalbinnen ein Versteigerungserlös von 2.443 € erreicht.

Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 10. Dezember 2025 statt.

Großviehmarkt am 08.10.2025

Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 1 vom Betrieb Christian Ettl in Eggerszell

Statistik GVM 08.10.2025

3.800 € für Natursprungbulle

Der Abschluss der Silomaisernte war am Laufen und somit war sowohl der Auftrieb der Tiere mit 66 Stück als auch die Anzahl der Kaufinteressenten geringer als bei der Auktion im September. Gerade bei Arbeitsspitzen bietet der Zuchtverband als Serviceleistung die Annahme und zuverlässige Erledigung von Kaufaufträgen an. Die versteigerten Tiere verblieben zu 100 % in Niederbayern und alle Tiere erzielten Preise über 2.000 € und viele sogar über 3.000 €.

Die Gruppe der 8

vorgestellten Zuchtbullen überzeugte hinsichtlich Exterieur, Abstammung und der Zuchtwerte bei den einzelnen wichtigen Merkmalen. Ein Bulle wurde nicht abgegeben und die restlichen 7 Bullen wurden zum Durchschnittspreis von 3.143 € versteigert. Die Bewertungskommission rangierte den mit 12 Monaten jüngsten Bullen von der Ettl GbR in Eggerszell bei Rattiszell an die Spitze. Dieser mischerbig hornlose Wintergold P*S-Sohn zeigte eine enorme Entwicklung und brachte mit einem Jahr bereits 630 kg auf die Waage, so dass sich Tageszunahmen von 1.630 g errechneten. Bei einem Gesamtzuchtwert von 132 und durchweg überdurchschnittlichen Exterieurzuchtwerten sind weibliche Nachkommen mit korrektem Fundament und Euter zu erwarten.  Für diesen Spitzenbullen wurde mit 3.800 € auch der Höchstpreis des letzten Jahres für einen Natursprungbullen geboten.

Jungkühe

Bei der Kategorie der Jungkühe wurden mit 49 Tieren weniger angeboten als bei der letzten Auktion im September. 73 % der Jungkühe waren bereits gegen die Blauzungenerkrankung geimpft. Hinsichtlich der Milchleistung ergab sich eine mittlere Tagesmilchmenge von 28,9 kg. Die Versteigerungserlöse bewegten sich in einer Spannbreite zwischen 2.050 € und 3.400 €, bei einem mittleren Wert in Höhe von 2.783 €. Für die beiden Spitzenkühe wurden jeweils 3.400 € geboten. Dabei handelte es sich um eine Sunshine-Tochter vom Betrieb Anton Obermeier in Arnhofen mit 32,5 kg Milch bzw. um eine Haribo-Tochter von der Ertl GdbR in Kleinloitzenried mit 33,5 kg Milch.

Drei Kühe

mit jeweils zwei Abkalbungen überzeugten mit einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von 35 kg Milch. Diese gingen zu einem mittleren Versteigerungspreis von 2.650 € an die neuen Besitzer.

Zum Abschluss der Auktion standen noch sechs Kalbinnen zum Verkauf. Der Tageshöchstpreis von 2.700  € wurde für eine 780 kg schwere Harlander P*S-Tochter von Josef Schreiner in Maschenberg bei Regen bezahlt. Im Schnitt wurde für die Kalbinnen ein Versteigerungserlös von 2.492 € erreicht.

Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 12. November 2025 statt.

Großviehmarkt am 10.09.2025

Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 7 vom Betrieb Georg Moosbauer aus Biberbach

Statistik GVM 10.09.2025

Durchschnittspreis bei Jungkühen erstmals über 3.000 €

Da bei der Silomaisernte witterungsbedingt eine Pause eingelegt werden musste, war der September-Zuchtviehmarkt in Osterhofen gut besucht. Auch viele Kinder nutzten die letzte Ferienwoche für einen Besuch der Zuchtviehversteigerung. Mit 82 aufgetriebenen Zuchttieren war das Angebot doppelt so groß als bei der Auktion im August. Trotzdem wurde bei der stärksten Tierkategorie, den Jungkühen, das bereits hohe Preisniveau nochmals getoppt und am Marktort Osterhofen erstmals die Marke von 3.000 € beim Durchschnittspreis übersprungen.

Zu Beginn der Versteigerung wurden 7 Zuchtbullen von niederbayerischen Milchviehhaltern für den Einsatz im Natursprung ersteigert. Dabei handelte es sich um eine sehr ausgeglichene und züchterisch hochwertige Bullenkollektion, die sich bis auf einen Bullen aus natürlich hornlosen Stiere zusammensetzte. Den Spitzenbullen stellte der Betrieb Georg Moosbauer aus Biberbach bei Perlesreut. Dieser reinerbig hornlose Wallfahrer-Sohn zeigte eine außerordentliche Entwicklung und brachte mit knapp 14 Monaten bereits 715 kg auf die Waage. Aufgrund seiner Zuchtwerte verspricht er Nachkommen mit korrekten Fundamenten und Eutern und zudem ist er für den Deckeinsatz bei Jungrindern bestens geeignet. Der Käufer honorierte das stimmige Gesamtpaket bei diesem Bullen mit dem Spitzenpreis von 3.500 €. Im Mittel ergab sich bei den Zuchtbullen ein Steigerungspreis von 3.250 €. Aufgrund der hohen Erlöse für Schlachtbullen ist das erzielte Preisniveau bei den Zuchtbullen unbedingt erforderlich und gerechtfertigt.

Die Jungkuhgruppe war mit 64 versteigerten Tieren mehr als doppelt so groß als zuletzt. Mit einer Tagesmilchmenge von 29,1 kg wurde die Leistungsstärke der angebotenen Tiere belegt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Drittel der Jungkühe bereits wieder garantiert trächtig war, was von den Käufern mit Preisaufschlägen honoriert wurde. Aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage nach Kühen ergab sich ein sehr flotter Versteigerungsverlauf, wobei ein bisher noch nie erreichter Durchschnittspreis von 3.070 € erzielt wurde. An die Spitze hatte die Bewertungskommission zwei formalistisch korrekte, natürlich hornlose Kühe mit jeweils 30,5 kg Tagesmilchmenge gestellt. Dabei handelte es sich um eine Mattes Pp*-Tochter vom Betrieb Georg Moosbauer aus Biberbach und eine Highness-Tochter von Franz-Xaver Waldhör aus Kienbach, Gemeinde Postmünster. Jeweils 3.500 € wurden für diese Spitzentiere im Ring geboten. Der Tageshöchstpreis von 3.650 € ging schließlich an eine Vogelfrei-Tochter mit 700 kg Gewicht und einer Tagesmilchmenge von 40,2 kg, die aus der Zuchtherde von Stefan Raab aus Grub bei Rattenberg stammte.

Bei den vier versteigerten Kühen mit bis zu vier Kalbungen ergab sich ein Preismittel von 2.388 €. Auch bei den tragenden Kalbinnen standen nur zwei Tiere zum Verkauf, für die im Schnitt 2.775 € geboten wurden.

Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 08. Oktober 2025 statt.

Großviehmarkt am 13.08.2025

Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 4 vom Betrieb Ettl Christian in Eggerszell

Statistik GVM 13.08.2025

Abschluss der Getreideernte begrenzt Zuchtviehangebot

Nach der langen Regenperiode wurde das aktuell schöne Wetter genutzt, um die Getreideernte endlich abzuschließen. Dies hatte zur Folge, dass beim Zuchtviehmarkt in Osterhofen mit 39 Zuchtrindern nur sehr wenige Tiere angeboten wurden. Die Nachfrage nach Fleckviehkühen ist aber nach wie vor sehr hoch, so dass die Preise erneut angestiegen sind. Mehr als die Hälfte der angebotenen Zuchttiere waren gegen die Blauzungenerkrankung geimpft.

Sechs Zuchtbullen mit weit überdurchschnittlichem Zuchtwertniveau standen zum Verkauf und wurden von niederbayerischen Betrieben zum Durchschnittspreis von 2.717 € für den Deckeinsatz ersteigert. An die Spitze hatte die Bewertungskommission die Katalognummer 4, einen natürlich hornlosen Hardcore PP*-Sohn von der Ettl GbR aus Eggerszell bei Rattiszell, gestellt. Der formalistisch sehr korrekte Bulle war mit 12 Monaten bereits bestens entwickelt, wie die Tageszunahmen von 1580 g belegen und überzeugte mit einem Gesamtzuchtwert von 131. Zum Preis von 2.950 € erfolgte der Zuschlag. Der Tageshöchstpreis von 3.050 € ging an den an Nummer 2 gereihten Monopol P*S-Sohn von Patrick Obermeier aus Arnhofen.

Nur 29 Jungkühe standen zum Verkauf, die sich mit einer Tagesmilchmenge von 29,1 kg sehr leistungsstark präsentierten. Aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage verlief die Versteigerung sehr flott und mit einem mittleren Preis von 2.916 € wurde am Marktstandort Osterhofen ein neues Allzeithoch erzielt. Die Spitzenjungkuh, eine Volksbank PP*-Tochter von Josef-Florian Kraus aus Bärmannsried, Gemeinde Teisnach, überzeugte mit korrektem Fundament und Euter. Daneben konnte sie eine Tagesmilchmenge von 31,6 kg bei sehr guter Melkbarkeit vorweisen. Dieses Gesamtpaket war dem Käufer 3.300 € wert. Der Tageshöchstpreis von 3.460 € ging an die zuchtwertstärkste Jungkuh (GZW 124) des Angebots, eine Wirbelwind-Tochter mit einer Tagesmilchmenge von 33,5 kg von Jakob Anetseder aus Ries bei Passau.
Auch bei den Kühen mit mehreren Abkalbungen waren nur 3 Tiere aufgetrieben worden. Der Durchschnittspreis ergab sich bei 2.487 €.

Bei den Kalbinnen wurde sogar nur 1 Tier angeboten, das bei einem Gewicht von 680 kg für 2.520 € versteigert wurde.

Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 10. September 2025 statt.

Großviehmarkt am 16.07.2025

Foto: Spitzenjungkuh mit der Kat.-Nr. 18 vom Betrieb Wensauer Bernhard in Zornhof

Foto Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 1 vom Betrieb Obermeier aus Arnhofen bei Abensberg

Statistik GVM 16.07.2025

Durchschnittspreis der Jungkühe erreicht neuen Spitzenwert

Auch wenn das Angebot mit 73 Tieren beim Juli-Zuchtviehmarkt in Osterhofen deutlich höher lag als bei den letzten Auktionen, konnten die Nachfragewünsche trotzdem nicht alle bedient werden. Das Preisniveau ist insbesondere bei der Kategorie der Jungkühe nochmals angestiegen. Alle Tiere stammten aus Betrieben mit gentechnikfreier Fütterung und knapp 60 % der Verkaufstiere waren bereits zweimal gegen die Blauzungenerkrankung geimpft.

Mit nur 3 vorgestellten Zuchtbullen fiel das Angebot in dieser Kategorie erneut sehr knapp aus. Das Zuchtwertniveau mit einem durchschnittlichen Gesamtzuchtwert von 131 war allerdings relativ hoch. Alle drei Bullen wurden von niederbayerischen Milchviehbetrieben für den Deckeinsatz ersteigert, wobei sich ein mittlerer Verkaufspreis von 2.733 € ergab. Der Spitzenpreis von 3.000 € ging an einen mischerbig hornlosen Woozle PP*-Sohn vom Zuchtbetrieb Anton Obermeier aus Arnhofen bei Abensberg. Bei einem Gesamtzuchtwert von 132 und einem Milchwert von 131 können leistungsstarke Nachkommen erwartet werden. Obwohl der Bulle erst knapp 12 Monate alt war, zeigte er eine sehr gute Entwicklung.

Ein größeres Angebot von 53 Tieren war bei der Gruppe der Jungkühe aufgetrieben worden. Aufgrund der regen Nachfrage und der Leistungsbereitschaft bei einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von 29,8 kg ergab sich ein sehr flotter Versteigerungsverlauf. Der mittlere Versteigerungspreis von 2.849 € lag nochmals höher als zuletzt. 16 Jungkühe erzielten sogar Preise von mindestens 3.000 €. Für die Spitzenjungkuh, eine Wettiner-Tochter vom Zuchtbetrieb Bernhard Wensauer aus Zornhof, Gemeinde Pfeffenhausen, wurden 3.400 € geboten. Diese kompakte Jungkuh mit einem Gewicht von 690 kg und einer Tagesmilchmenge von 37,5 kg ließ keine Wünsche offen.
Bei den Kühen von zwei bis vier Abkalbungen ergaben sich Preise von 2.300 € bis 2.940 €. Für die 10 Verkaufstiere in dieser Kategorie errechnete sich ein Durchschnittspreis in Höhe von 2.686 €. Die Verkaufsgruppe überzeugte mit einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von 31,3 kg und einem mittleren Gewicht von 712 kg, bei einem Höchstwert von 825 kg.

Bei den tragenden Kalbinnen standen diesmal nur drei Tiere zum Verkauf.  Bei einem Verkaufserlös von durchschnittlich 2.487 € gab es auch kaum Preisunterschiede.

Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 13. August 2025 statt.

Großviehmarkt am 04.06.2025

Foto: Bulle mit der Kat.-Nr. 1 vom Betrieb Ettl GbR in Eggerszell bei Rattiszell

Statistik GVM 04.06.2025

Preisanstieg bei trächtigen Kalbinnen

Beim Juni-Zuchtviehmarkt in Osterhofen waren die Fleckviehzuchttiere weiterhin sehr gefragt. Auch aufgrund des begrenzten Angebots von nur 55 Tieren waren die Preise auf hohem Niveau stabil. Bis auf eine Jungkuh wurden alle Zuchttiere wieder von niederbayerischen Landwirten ersteigert. Erfreulich ist, dass über 60 % der angebotenen Rinder bereits einen Impfschutz gegen die Blauzungenerkrankung vorweisen konnten.

Sehr knapp viel das Angebot bei den Zuchtbullen aus. Nur vier Bullen wurden vorgestellt, von denen drei zu einem Durchschnittspreis von 2.483 € von Betrieben für den Einsatz im Natursprung ersteigert wurden. Die Bullen präsentierten sich mit bester Entwicklung, formalistisch sehr korrekt und bei Gesamtzuchtwerten von mindestens 132 züchterisch sehr interessant. Für einen mischerbig hornlosen Megastar-Sohn mit einem Gesamtzuchtwert von 141 bzw. einem Milchwert von 135 wurde der Tageshöchstpreis von 2.700 € geboten. Der Bulle stammte aus einer sehr leistungsstarken Mutterlinie des Betriebs Ettl GbR in Eggerszell bei Rattiszell.

Die Gruppe der Jungkühe, bestehend aus 37 Tieren, beeindruckte mit einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von 29,6 kg und entsprach dem bei Fleckvieh gewünschten Doppelnutzungstyp. Auch die Euterqualität überzeugte. Bei einem flotten Versteigerungsverlauf wurde ein Durchschnittspreis von 2.800 € erzielt und damit 20 € mehr als bei der Auktion im Mai. Die Preisspanne reichte von 2.120 € bis 3.460 €. Der Tageshöchstpreis wurde für eine natürlich hornlose Vikings-Tochter vom Betrieb Glaser Franz in Unterseilberg, Gemeinde Grainet geboten. Mit einer Tagesmilchmenge von 37,5 kg und zudem einem Gewicht von 680 kg, entsprach auch Sie dem Doppelnutzungstyp. Trotz der hohen Milchleistung überzeugte die Euterqualität mit gutem Eutersitz und korrekten Strichen.
Vier Zweitkalbskühe wurden im Mittel für 2.530 € versteigert.

Aufgrund des knappen Angebots und des hohen Preises für laktierende Tiere bzw. auch der hohen Kälberpreise sind die Preise für die 10 aufgetriebenen, trächtigen Kalbinnen ebenfalls deutlich angestiegen. Bei einem Gewicht von im Schnitt 710 kg, in der Spitze 800 kg, wurden Preise von 2.260 € bis 2.720 € geboten. Der Durchschnittspreis lag bei 2.488 €.

Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 16. Juli 2025 statt.

Großviehmarkt am 07.05.2025

Foto: Spitzenjungkuh Kat.-Nr. 68 von Josef-Florian Kraus aus Bärmannsried

Foto des Bullen mit der Kat.-Nr. 6 vom Betrieb Petra Kammermeier in Nißlpram

Statistik GVM 07.05.2025

Hohes Preisniveau für Fleckviehzuchttiere hält weiter an!

Eine große Gruppe von rund 50 Teilnehmern des Bildungsprogramms Landwirtschaft am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landau-Pfarrkirchen hat sich beim Mai-Zuchtviehmarkt in Osterhofen über die Zuchtviehvermarktung informiert und Einblicke hinsichtlich der Tierbeurteilung von Kühen erhalten. Aufgrund der laufenden Feld- und Silierarbeiten war das Angebot mit insgesamt 58 Zuchttieren sehr knapp. Die aktuellen Preise für Fleckviehtiere sind auf hohem Niveau konstant.

Zu Beginn der Versteigerung wurden 7 von 8 vorgestellten Zuchtbullen von Milchviehhaltern für den Deckeinsatz in ihren Herden erworben. Dabei ergab sich ein Durchschnittspreis von 2.493 €. Der Tageshöchstpreis von 3.050 € wurde für einen mischerbig hornlosen Heiss-Sohn von Josef Draxinger in Schiefweg bei Waldkirchen geboten. Großmutter des bestens entwickelten Bullen ist die bekannte Kuh Wiranga Pp*, die auch die Mutter der bekannten Besamungsbullen Veni Pp*, Vidi Pp*, Vici Pp* bzw. Hardcore PP* ist.

Das Angebot der Jungkühe ist mit 41 verkauften Tieren sehr knapp ausgefallen, so dass nicht alle Käuferwünsche erfüllt werden konnten. Die Jungkuhgruppe überzeugte mit einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von 29,6 kg. Außerdem war die Hälfte der Kühe bereits zweimal gegen die Blauzungenerkrankung geimpft. Mit einem Versteigerungspreis von im Mittel 2.780 € hat das derzeit hohe Preisniveau weiterhin bestand, wobei sich die Preise in einer Spanne von 1.900 € bis 3.940 € bewegten. Die Spitzenjungkuh, eine natürlich hornlose Hotrod P*S-Tochter, stammte aus dem Zuchtbetrieb von Josef-Florian Kraus aus Bärmannsried, Gemeinde Teisnach und wurde für 3.220 € versteigert. Diese feine Jungkuh mit einem Gewicht von 630 kg überzeugte mit sehr korrektem Fundament und sehr hoch angesetztem Euter, sowie einer Tagesmilchmenge von 34,8 kg. Für eine Makay-Tochter mit einem Gesamtzuchtwert von 134 aus der Zuchtherde von Rudolf Hartl aus Stimmberg bei Offenberg wurde der Tageshöchstpreis von 3.940 € geboten.

Bei den Kühen mit jeweils zwei Kalbungen bzw. den Kalbinnen wurden jeweils drei Tiere versteigert. Dabei ergaben sich Durchschnittspreise von 2.380 € bzw. 2.220 €.

Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 04. Juni 2025 statt.