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Autor: Sabine Knott

Großviehmarkt am 11.02.2026

Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 1 von der Kellermann GbR aus Vordereben bei Jandelsbrunn

Bulle mit der Kat.-Nr. 2 von der Zierer GbR in Englmühle, Gemeinde Pfeffenhausen

Statistik GVM 11.02.2026

87.000 € für einen reinerbig hornlosen Seide P*S-Sohn!

Beim Februar-Zuchtviehmarkt in Osterhofen wurde mit 81 Stück dieselbe Anzahl an Tieren vorgestellt wie einen Monat zuvor. Angebot und Nachfrage haben sich dabei die Waage gehalten. Wie bei den Kälbermärkten wäre es auch beim Zuchtviehmarkt von Vorteil, wenn möglichst viele Tiere bezüglich der Blauzungenkrankheit Serotyp 8 einen negativen PCR-Test vorweisen könnten. Dies würde sich positiv auf die Preisbildung auswirken, weil diese Tiere auch in freie Gebiete bezüglich der Blauzungenkrankheit vermarktet werden könnten.

Gleich zu Beginn der Versteigerung stand der Höhepunkt der Veranstaltung auf dem Programm. Der Bulle mit der Katalognummer 1 hatte bereits im Vorfeld das Interesse mehrerer Besamungsstationen geweckt. Es handelte sich dabei um einen der besten reinerbig hornlosen Bullen der gesamten Fleckviehpopulation. Dieser Seide P*S-Sohn aus einer Masasi PP*-Tochter von der Kellermann GbR aus Vordereben bei Jandelsbrunn überzeugte durch einen Gesamtzuchtwert von 142. Mit einem Milchwert von 120 und einem Fleischwert von 115 entspricht der Bulle voll dem Doppelnutzungscharakter der Rasse Fleckvieh. Hervorragend ist zudem der Fitness-Zuchtwert von 131, der in der Mutterlinie durch langlebige Kühe mit 8, 10 und 12 Kalbungen belegt wird. Auch der Bulle selbst präsentierte sich mit sehr guter Entwicklung, hat er doch mit 11,5 Monaten bereits ein Gewicht von 570 kg erreicht. Nach einem längeren Winkerduell ging der Zuschlag schließlich bei 87.000 € an die Besamungsstation Neustadt/Aisch.
Mit der Katalognummer 2 wurde ein weiterer Bulle von der Besamungsstation Neustadt/Aisch für 4.700 € ersteigert. Es handelte sich dabei um den zweitbesten von 117 getesteten Eisenherz P*S-Söhnen, der auch auf der Mutterseite mit Hotrod P*S aus Veltliner eine interessante Linienkombination  vorweisen kann. Der mischerbig hornlose Bulle besitzt einen Gesamtzuchtwert von 137 bei sehr ausgeglichenem Zuchtwertniveau hinsichtlich Milch, Fleisch und Fitness. Die positiven Exterieurzuchtwerte hat er auch durch seine eigene gute Entwicklung und zudem einem sehr korrekten Fundament unterstrichen. Züchter dieses bisher einzigen Eisenherz P*S-Sohnes im Besamungseinsatz ist die Zierer GbR in Englmühle, Gemeinde Pfeffenhausen.
Weitere 5 Bullen wurden von Landwirten für den Natursprung ersteigert und erlösten im Mittel 3.260 €. Für einen Edeljoker PP*-Sohn von Simon und Christian Wachter aus Allmersdorf, Landkreis Kelheim, wurde mit 4.050 € der bisher höchste Preis für einen Deckbullen geboten.

Das Angebot der Jungkühe viel mit 49 Tieren geringer aus als zuletzt. Rund 30 % der Jungkühe waren bereits wieder garantiert tragend und trotzdem lag die durchschnittliche Tagesmilchmenge bei 28,3 kg. Mit einem Durchschnittspreis von 2.647 € lag das Preisniveau gleichauf mit der letzten Auktion. Die Preisspanne reichte von 1.500 € bis 3.300 €, wobei der Spitzenpreis für eine Zitrus Pp*-Tochter von Stefan Schlögl aus Buch bei Ortenburg erzielt wurde. Bei einem Gewicht von 710 kg und einer Tagesmilchmenge von 33,0 kg verkörpert auch sie in idealer Weise den Doppelnutzungstyp der Rasse Fleckvieh.
Weitere neun Kühe mit zwei bis vier Abkalbungen wechselten zu einem Versteigerungspreis von im Schnitt 2.461 € die Besitzer.

Ähnlich wie im Januar standen abschließend noch 13 Kalbinnen zum Verkauf. Bei einem Durchschnittsgewicht von 719 kg wurde ein Spitzenwert von 850 kg erreicht. Hinsichtlich der Preise ergab sich eine Spanne von 2.200 € bis 2.700 € und ein mittlerer Preis in Höhe von 2.404 €.

Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 25. März 2026 statt.

 

 

Großviehmarkt am 14.01.2026

Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 1 gezüchtet von der Hierl GbR und aufgezogen von Obermeier Patrik

Statistik GVM 14.01.2026

Fleckviehzuchttiere weiterhin sehr gefragt

Der erste Zuchtviehmarkt in Osterhofen im neuen Jahr 2026 war gut besucht, auch weil die Berufsschule Straubing mit ca. 80 Schülern im Ausbildungsbereich Landwirtschaft sowie den Lehrkräften sich über die Zuchtviehvermarktung informierten. Mit 81 vorgestellten Tieren lag das Zuchtrinderangebot knapp unter den Tierzahlen des Dezembermarktes. Mit Ausnahme von 2 Bullen wurden alle Tiere von niederbayerischen Käufern ersteigert. Durch einen negativen Test der Verkaufstiere hinsichtlich der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 wäre auch eine Vermarktung in freie Regionen möglich.

Zu Beginn der Auktion standen 5 sehr korrekte Bullen zum Verkauf, die sich sehr einheitlich präsentierten. Den jüngsten Bullen mit knapp 12 Monaten sicherte sich die Besamungsstation Neustadt zum Preis von 4.700 €. Es handelte sich dabei um einen der besten von über 400 getesteten Edeljoker PP-Söhnen, gezüchtet von der Hierl GbR in Neuses bei Altmannstein und aufgezogen von Patrik Obermeier in Arnhofen. Dieser mischerbig hornlose  Bulle überzeugte aufgrund seiner guten Entwicklung, einem sehr feinen Fundament, einem ausgeglichenen Zuchtwertniveau sowie einer seltenen Abstammung mit Edeljoker PP x Hofrat x Incredible PP*.
Die restlichen 4 Bullen wurden für den Deckeinsatz in Milchviehbetrieben angekauft und erzielten einen Durchschnittspreis in Höhe von 3.200 €.

Mit 58 Tieren war die Kategorie der Jungkühe nicht ganz so stark besetzt als bei der Dezemberauktion, allerdings lag die durchschnittliche Tagesmilchmenge bei 28,5 kg und damit etwas höher als zuletzt. Bei Preisen zwischen 1.550 € und 3.250 € errechnete sich ein Preis von im Schnitt 2.637 €. Für 7 Jungkühe wurden Preise von 3.000 € und mehr geboten. Der Tageshöchstpreis von 3.250 € wurde für die Spitzenkuh aus dem Züchterstall der Fenzl GbR in Prünst bei Patersdorf bezahlt. Diese Han Solo-Tochter überzeugte durch ihr sehr korrektes Exterieur hinsichtlich Fundament und Euter, einem Gewicht von 620 kg sowie einer Tagesmilchmenge von 31,2 kg.
Weitere drei Kühe mit zwei bis vier Abkalbungen konnten eine mittlere Tagesmilchmenge von 36,8 kg vorweisen.  Diese gingen zu einem Versteigerungspreis von im Schnitt 2.633 € an die neuen Besitzer.

Abschließend standen noch 14 Kalbinnen zum Verkauf und damit mehr als bei den letzten Auktionen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 730 kg wurden Spitzenwerte bei 870 bzw. 940 kg erreicht. Hinsichtlich der Preise ergab sich eine Spanne von 2.250 € bis 2.650 € und ein mittlerer Preis in Höhe von 2.454 €.

Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 11. Februar 2026 statt.

 

 

Großviehmarkt am 10.12.2025

Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 3 von Petra Kammermeier

Statistik GVM 10.12.2025

Zuchtviehpreise zum Jahresabschluss angestiegen

Der Dezember-Zuchtviehmarkt in Osterhofen war gut besucht und auch das Zuchtviehangebot war mit insgesamt 87 Tieren größer als bei den vorhergehenden Auktionen. Mit Ausnahme der Kalbinnen erhöhte sich auch das Preisniveau in den einzelnen Tierkategorien. Bis auf 2 Verkaufstiere wurden alle weiteren Zuchttiere von niederbayerischen Rinderhaltern ersteigert.

Mit 5 Zuchtbullen war das Angebot in dieser Kategorie relativ knapp und trotzdem fanden sich nur Kaufinteressenten für 3 Natursprungbullen, die im Mittel für 3.000 € versteigert wurden. Der Spitzenbulle stammte aus dem Zuchtbetrieb von Petra Kammermeier aus Nißlpram bei Bayerbach. Es handelte sich dabei um einen jungen aber bestens entwickelten, mischerbig hornlosen Inside Pp*-Sohn aus einer langlebigen Etoscha-Tochter. Der Zuschlag erfolgte bei 2.950 €. Der Tageshöchstpreis von 3.250 € wurde für einen ebenfalls mischerbig hornlosen Hasso Pp-Sohn vom Aufzuchtbetrieb Manfred Weiß in Ebertsried geboten. Züchter dieses Bullen ist Thomas Obernhuber aus Starzen, Gemeinde Hebertsfelden.

Die Kategorie der Jungkühe war wie immer am stärksten besetzt und mit 69 Tieren standen auch deutlich mehr zum Verkauf als bei der letzten Auktion. Ca. 60 % der Jungkühe waren gegen die Blauzungenerkrankung geimpft und die durchschnittliche Tagesmilchmenge lag bei 28,3 kg.  Als Durchschnittspreis ergab sich ein Wert in Höhe von 2.740 €, wobei sich die Preise in einer Spanne von 2.000 € bis 3.300 € bewegten. An die Spitze der Jungkühe hatte die Bewertungskommission eine Herzpower-Tochter von Franz Weigl in Etzenbach bei Biburg gereiht, die mit einem Gewicht von 780 kg und einer Tagesmilchmenge von 30,8 kg überzeugte. Von dem neuen Besitzer wurde dies mit einem Preis von 3.200 € honoriert. Der Tageshöchstpreis von 3.300 € ging an eine Valmet-Tochter von Franz Steiner in Enthof, Gemeinde Kößlarn, die mit 38,2 kg Milch und bestem Milchfluss glänzte.

Weitere vier Kühe mit jeweils zwei Abkalbungen konnten eine mittlere Tagesmilchmenge von 34,2 kg vorweisen.  Diese gingen zu einem Versteigerungspreis von im Schnitt 2.788 € an die neuen Besitzer.

Zum Abschluss der Auktion standen noch neun Kalbinnen zum Verkauf. Mit diesen Tieren konnten die Käufer ihre Bestände relativ günstig ergänzen. Bei Preisen zwischen 2.200 € und 2.550 € errechnete sich ein Durchschnittspreis in Höhe von 2.272 €. Der Tageshöchstpreis von 2.550  € wurde für eine 810 kg schwere Wintertraum-Tochter von Konrad Frankenberger aus Aufhausen bezahlt.

Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 14. Januar 2026 statt.