Autor: Sabine Knott
Großviehmarkt am 09.09.2026
Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 1 vom Betrieb Christian Ettl in Eggerszell bei Rattiszell
Zuchtviehpreise steigen deutlich
Die Nachfrage nach Fleckviehzuchttieren steigt wieder, so dass das sehr knappe Angebot von nur 37 Tieren beim September-Zuchtviehmarkt in Osterhofen bei weitem nicht ausreichte, um die Nachfragewünsche der Kaufinteressenten bedienen zu können. Dementsprechend ist das Preisniveau bei den weiblichen Zuchtviehkategorien deutlich angestiegen.
Zu Beginn der Versteigerung standen 6 Zuchtbullen zum Verkauf, wobei 5 zum Durchschnittspreis von 2.720 € von Milchviehbetrieben für den Deckeinsatz erworben wurden. An der Spitze stand die Katalognummer 1 und somit der jüngste Bulle mit gerade einmal 11 Monaten. Bei einem Gewicht von 655 kg brachte es dieser mischerbig hornlose Medeon-Sohn auf Tageszunahmen von 1.803 g. Zudem war ein Zuchtwert für die Milchmenge von +1.134 kg ausgewiesen und somit entsprach er in besonderer Weise dem Doppelnutzungstyp der Rasse Fleckvieh. Für diesen Spitzenbullen vom Zuchtbetrieb Christian Ettl in Eggerszell bei Rattiszell wurde auch der Tageshöchstpreis von 3.000 € geboten.
Bei den Jungkühen stand mit 24 Tieren ein sehr kleines Angebot zur Verfügung, wobei die Jungkühe jedoch mit korrekten Fundamenten, guten Euteranlagen und einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von 29,6 kg überzeugen konnten. Somit ergab sich ein mittlerer Versteigerungspreis in Höhe von 2.870 €, was einem Anstieg im Vergleich zum Vormonat von ca. 400 € entspricht. Der Tageshöchstpreis von 3.200 € ging an eine mischerbig hornlose Sahne-Tochter vom Betrieb Jakob Anetseder aus Höflein bei Passau, die mit einem Gesamtzuchtwert von 127 auf Bullenmutterniveau liegt. Neben einer Tagesmilchmenge von 32,5 kg überzeugte diese Kuh mit einem ausgezeichneten, hoch angesetzten Euter und einem Gewicht von 690 kg.
Für weitere vier Kühe mit jeweils 2 Kalbungen und einer mittleren Tagesmilchmenge von 32,5 kg wurden im Schnitt 2.613 € bezahlt und damit ebenfalls deutlich mehr als zuletzt.
Bei den Kalbinnen standen 3 überdurchschnittlich schwere Tiere zum Verkauf. Es ergab sich ein Durchschnittspreis von 2.717 €. Für die Spitzenkalbin mit 880 kg Gewicht, einer Monoron-Tochter vom Betrieb Völkl Karl-Heinz aus Stubenhof, Gemeinde Stallwang, wurde auch der Spitzenpreis von 3.050 € geboten.
Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 21. Oktober 2026 statt.
Großviehmarkt am 12.08.2026
Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 2 vom Betrieb Josef Knon aus Hundsruck bei Untergriesbach
Linienalternativer Style-Sohn geht an die Besamungsstation Neustadt
Durch die langanhaltende Trockenheit und Hitze sind die Futtervorräte auf den rinderhaltenden Betrieben deutlich zurückgegangen bzw. können nur begrenzt wieder aufgefüllt werden. Dadurch bestehen begrenzte Absatzmöglichkeiten für Zuchtrinder. Gute Tiere können dennoch vermarktet werden, aber die Erlöse sind rückläufig.
Sechs Zuchtbullen wurden der Körkommission zur Bewertung vorgestellt. Diese stellte den mischerbig hornlosen Bullen mit der Katalognummer 2 vom Betrieb Josef Knon aus Hundsruck bei Untergriesbach an die Spitze. Vor allem die linienalternative Abstammung mit Style PS aus Zitrus Pp aus Minga Pp machte den Bullen für den Besamungseinsatz interessant. Auch Orlando PP, die Mutter des Bullen, ist in Züchterkreisen bestens bekannt. Von ihr befinden sich bereits die Söhne Wenk PP, Megaline PP und Siegfried P*S an Besamungsstationen. Zudem ist der angebotene Bulle mit einem Gesamtzuchtwert von 138 bzw. einem Milchwert von 126 der zweitbeste von nur 49 genomisch untersuchten Style PS-Söhnen. Zum Preis von 4.700 € wurde der Bulle von der Besamungsstation Neustadt ersteigert. Weitere vier Zuchtbullen wurden von Milchviehbetrieben für den Deckeinsatz erworben und erzielten einen Durchschnittspreis von 2.650 €.
Mit nur 28 Jungkühen war das Angebot bei den Jungkühen sehr begrenzt. Die vorgestellten Tiere überzeugten aber mit einer sehr guten durchschnittlichen Milchmenge von 30,0 kg. Bei einem mittleren Preis von 2.477 € ergab sich eine Preisspanne von 2.000 € bis 3.100 €. Der Tageshöchstpreis wurde für eine Worldcup-Tochter aus der Zuchtherde von der Wanninger GdbR in Rieglkopf bei Kollnburg geboten. Obwohl sie bereits seit Mitte April wieder tragend war, konnte sie noch immer eine Tagesmilchmenge von 30,5 kg vorweisen. Außerdem stammt sie aus einer langlebigen Mutterlinie.
Für weitere drei Kühe mit 2 – 3 Kalbungen und einer mittleren Tagesmilchmenge von 36,6 kg wurden im Schnitt 2.300 € bezahlt.
Auch bei den Kalbinnen standen nur 4 Tiere zum Verkauf. Bei einem Durchschnittsgewicht von 693 kg wurden im Mittel 2.163 € geboten.
Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 09. September 2026 statt.
Großviehmarkt am 15.07.2026
Foto: Spitzenjungkuh mit der Kat.-Nr. 29 von der Wanninger GdbR aus Rieglkopf in der Gemeinde Kollnburg
Laufende Getreideernte und Trockenheit beeinflussen Zuchtviehpreise
Aufgrund der laufenden Getreideernte lag das Angebot beim Juli-Zuchtviehmarkt in Osterhofen mit 54 Zuchttieren auf relativ niedrigem Niveau. Aus demselben Grund waren auch die Besucherzahlen schwächer. Alle Tiere stammten aus Betrieben mit gentechnikfreier Fütterung. Bis auf 2 Stück wurden alle Zuchttiere von niederbayerischen Rinderhaltern erworben.
Obwohl nur vier Zuchtbullen zum Verkauf standen, wurden nur für zwei Bullen passende Angebote abgegeben. Den Tageshöchstpreis von 2.950 € erzielte ein reinerbig hornloser Wodka-Sohn vom Zuchtbetrieb Valentin Mühlbauer aus Oberhaarbach bei Geisenhausen. Der formalistisch sehr korrekte Bulle lässt auch aufgrund seiner Zuchtwerte Nachkommen mit bestens ausgeprägten Fundamenten und Eutern erwarten. Auch der zweite Bulle, ein mischerbig hornloser Bergamo-Sohn, wurde vom Betrieb Valentin Mühlbauer aufgezogen und am Markt vorgestellt. Der Steigerungspreis lag bei 2.800 €.
Die Klasse der Jungkühe bestand 43 Verkaufstieren, die sich mit durchschnittlich 30,1 kg Milch sehr leistungsstark präsentierten. Ein Viertel der Jungkühe war bereits wieder garantiert tragend. Bei einem Durchschnittspreis in Höhe von 2.521 € schwankten die Preise von 1.900 € bis 3.250 €. Der Tageshöchstpreis von 3.250 € wurde für eine Sunrise-Tochter von der Wanninger GdbR aus Rieglkopf in der Gemeinde Kollnburg geboten. Diese Jungkuh mit einem Gewicht von 710 kg und einer Tagesmilchmenge von 31,6 kg entsprach dem Zuchtziel der Rasse Fleckvieh hinsichtlich der Doppelnutzung Milch und Fleisch. Außerdem überzeugte sie mit einem sehr straff sitzenden, drüsigen Euter. Vom Betrieb Wanninger GdbR standen noch fünf weitere Jungkühe auf der Verkaufsliste, die ebenfalls überdurchschnittliche Preise erzielten.
Für weitere vier Kühe mit 2 Kalbungen wurden im Schnitt 2.313 € bezahlt.
Auch bei den Kalbinnen standen nur 3 Tiere zum Verkauf, die alle vom Betrieb Wöhrmann Stefan in Karpfenstein bei Neustadt stammten. Bei einem Durchschnittsgewicht von 680 kg wurden im Mittel 2.250 € geboten.
Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 12. August 2026 statt.
Großviehmarkt am 17.06.2026
Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 64 gezüchtet von Anton und aufgezogen von Patrick Obermeier aus Arnhofen bei Abensberg
Duplex-Sohn geht für 15.200 € in den Besamungseinsatz
Mit nur 50 Fleckviehzuchttieren war das Angebot bei der Juni-Zuchtviehauktion in Osterhofen sehr knapp. Gute Jungkühe waren aber weiterhin gefragt, so dass deren Durchschnittspreis im Vergleich zur letzten Auktion sogar angestiegen ist.
Mit 9 Tieren war das Angebot bei den Zuchtbullen überdurchschnittlich groß. Auch die Qualität der Stiere war hinsichtlich Entwicklung, Exterieur und Zuchtwertniveau sehr gut. An einem Duplex-Sohn gezüchtet von Anton und aufgezogen von Patrick Obermeier aus Arnhofen bei Abensberg waren gleich mehrere Besamungsstationen interessiert. Mit einem Gesamtzuchtwert von 139, einem Milchwert von 128 und einem Fleischwert von 118 entspricht der Bulle in idealer Weise dem Doppelnutzungstyp der Rasse Fleckvieh. Aufgrund seiner Exterieurzuchtwerte werden Nachkommen mit sehr korrekten Fundamenten (ZW 118) bzw. Euteranlagen (ZW 115) erwartet. In Summe gehört er damit zu den besten Bullen der seltenen Dirigent-Linie. Bei der Versteigerung dieses Spitzenbullen setzte sich letztendlich die Besamungsstation Neustadt/Aisch durch, die bei 15.200 € den Zuschlag erhielt.
Weitere 7 Bullen, alle natürlich hornlos, wurden zum Durchschnittspreis von 2.843 € von Züchtern für den Deckeinsatz in ihren Herden erworben.
Bei der Kategorie der Jungkühe waren nur 33 Tiere aufgetrieben worden, die eine mittlere Tagesmilchmenge von 29,7 kg vorweisen konnten. Der Versteigerungspreis von im Mittel 2.677 € lag um rund 80 € über dem Ergebnis der letzten Auktion. An die Spitze der Jungkühe hatte die Bewertungskommission eine Hrom-Tochter vom regelmäßigen Marktbeschicker Bernhard Wensauer aus Zornhof, Gemeinde Pfeffenhausen rangiert. Bei einer Tagesmilchmenge von 37,1 kg überzeugte diese Kuh auch mit einem hoch angesetzten Euterboden bzw. einem Gewicht von 670 kg. Zudem ist dieses Tier genomisch untersucht und kann einen Gesamtzuchtwert von 125 vorweisen. Für dieses überzeugende Gesamtpaket wurde der Tageshöchstpreis von 3.350 € geboten.
Für weitere fünf Kühe mit 2 bis 7 Kalbungen wurden im Schnitt 2.290 € bezahlt.
Auch bei den Kalbinnen wurden nur 3 Tiere angeboten. An der Spitze stand eine Widder-Tochter von Klaus Reisinger aus Tumpenberg bei Wegscheid mit einem Gewicht von 860 kg. Sie erzielte einen Versteigerungspreis von 2.650 €. Im Mittel wurden für die Kalbinnen 2.450 € geboten.
Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 15. Juli 2026 statt.
Großviehmarkt am 20.05.2026
Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 5 von Georg Moosbauer aus Biberbach, Gemeinde Perlesreut
Angebot und Nachfrage bei der Mai-Auktion ausgeglichen
Beim Mai-Zuchtviehmarkt in Osterhofen wurden 65 Zuchttiere vorgestellt. Das waren geringfügig mehr als bei der letzten Auktion in April. Das Angebot und Nachfrage nach Fleckviehzuchttieren war ausgeglichen.
Die Versteigerung begann mit der Vorstellung der 6 aufgetriebenen Zuchtbullen. Bis auf einen Stier waren alle Bullen natürlich hornlos, die schließlich für den Einsatz im Natursprung von Zuchtbetrieben ersteigert wurden. Dabei ergab sich ein mittlerer Preis in Höhe von 3.020 €. Der Spitzenstier stammte aus dem Zuchtbetrieb von Markus Strobl in Harbach bei Massing und wurde vom Aufzuchtbetrieb Georg Moosbauer aus Biberbach, Gemeinde Perlesreut vorgestellt. Im Alter von 14 Monaten war der Bulle bestens entwickelt und konnte bereits 640 kg Gewicht vorweisen. Dieser mischerbig hornlose Wachau P*S-Sohn aus einer leistungsstarken Zeiger-Tochter überzeugte außerdem mit einem Gesamtzuchtwert von 137. Aufgrund seiner Zuchtwerte lässt er fitnessstarke, langlebige Nachkommen erwarten und ist zudem für die Belegung von Jungrindern geeignet. Mit 3.550 € erzielte der Bulle auch den Spitzenpreis in dieser Tierkategorie.
Für 44 Jungkühe ergaben sich Gebote, die von 2.050 € bis 3.550 € reichten. Im Durchschnitt wurde von den Käufern ein Steigerungspreis in Höhe von 2.598 € bezahlt. Die Verkaufstiere präsentierten sich mit einer mittleren Tagesmilchmenge von 30,0 kg sehr leistungsstark, wobei ein Viertel der Jungkühe bereits wieder garantiert trächtig war. Die Spitzenjungkuh, eine Epik-Tochter vom Betrieb Bernhard Wensauer in Zornhof bei Pfeffenhausen, ist bereits wieder besamt vom Bullen Moby Pp* und garantiert tragend. Sie stammt aus einer langlebigen Kuhlinie und die Mutter brachte es auf 8 Kalbungen. Weitere Pluspunkte waren ein Gewicht von 670 kg sowie eine Tagesmilchmenge von 40 kg. Für diese besondere Jungkuh endete das Gebot bei 3.350 €.
Vier weitere Kühe mit jeweils 2 Kalbungen erzielten im Schnitt 2.613 €.
Bei den Kalbinnen wurden nur 3 Tiere angeboten, die zu durchschnittlich 2.450 € versteigert wurden. Außerdem stand bei dieser Auktion ein Jungrind mit 400 kg Gewicht zum Verkauf, wofür 1.220 € geboten wurden.
Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 17. Juni 2026 statt.
Großviehmarkt am 22.04.2026 u. Bericht Fresservermarktung 18.04.26
Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 2 von Knon Josef aus Hundsruck bei Untergriesbach
Reinerbig-hornloser Witness P*S-Sohn erzielt 17.800 €
Aufgrund der aktuell laufenden Feldarbeiten, insbesondere der Maisaussaat, war beim April-Zuchtviehmarkt in Osterhofen die Anzahl der vorgestellten Tiere mit 59 Stück sehr begrenzt. Fleckviehzuchttiere sind jedoch weiterhin sehr gefragt, so dass das bisher gute Preisniveau weiterhin gehalten werden konnte. Neben den Kaufinteressenten wurde die Auktion auch von der Seniorenunion der CSU-Kreisgruppe Deggendorf und Teilnehmern des Bildungsprogramms Landwirtschaft am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landau-Pfarrkirchen besucht.
Zu Beginn der Versteigerung standen 10 Zuchtbullen zum Verkauf. An die Spitze hatte die Körkommission einen reinerbig hornlosen Witness P*S-Sohn von Josef Knon aus Hundsruck bei Untergriesbach gestellt. Der mit 11 Monaten sehr junge Bulle brachte trotzdem bereits 520 kg auf die Waage und überzeugte mit guter Entwicklung und korrektem Fundament. Das ausgewogene Zuchtwertniveau mit Gesamtzuchtwert 139, Milchwert 126, Fleischwert 113 und Fitness 120 sprach ebenfalls für sich. Die seltene Abstammung der Mutter Orlando PP* mit Zitrus Pp* aus Minga Pp* war für die Besamungsstationen von besonderem Interesse, ebenso wie die Tatsache, dass sich aus Orlando PP* bereits die Bullen Siegfried P*S und Megaline PP* im Besamungseinsatz befinden. Bei einem Gebot von 17.800 € ging der Zuschlag schließlich an die Besamungsstation Neustadt/Aisch.
Die restlichen 9 Bullen wurden von Zuchtbetrieben für den Deckeinsatz erworben, wobei sich ein Durchschnittspreis von 3.089 € ergab. Die Preisspanne reichte von 2.550 € bis 4.100 €.
Das Angebot der Jungkühe war mit 41 Tieren sehr knapp. Allerdings präsentierten sich diese mit einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von 30,1 kg sehr leistungsstark. Den Spitzenwert von 41,2 kg erreichte eine an Nummer 1 rangierte, hornlose Vantasie PP*-Tochter, die zudem ein Gewicht von 690 kg vorweisen konnte. Angeboten wurde diese Jungkuh von der Seefellner GbR aus Untergriesbach und wurde schließlich zum Tageshöchstpreis von 3.600 € versteigert. Als Durchschnittspreis ergab sich bei den Jungkühen ein Wert von 2.801 €, wobei die Preise zwischen 2.250 € und 3.600 € schwankten.
Mit 2 bzw. 3 Kalbungen standen weitere 5 Tiere zum Verkauf, die eine durchschnittliche Tagesmilchmenge von 34,3 kg vorweisen konnten. Somit waren sie sehr gefragt und erzielten einen Preis von im Mittel 2.750 €.
Bei den Kalbinnen wurden nur 3 Tiere angeboten, die zu durchschnittlich 2.467 € versteigert wurden.
Neben dem regulären Zuchtviehmarkt hat am Samstag, den 18. April anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Vermarktungsanlage in Osterhofen auch eine Fresser-Versteigerung stattgefunden. Dabei wurde die stattliche Zahl von 237 Fressern angeboten, die auch auf überregionales Interesse stieß. Mit 224 Stück war der überwiegende Anteil der vorgestellten Tiere weiblich, die im Mittel 279 kg schwer waren. In allen Gewichtsbereichen wurden Tiere angeboten, so dass die Gewichte von 165 kg bis 540 kg reichten. Dementsprechend schwankten auch die Preise zwischen 920 € und 1.660 €, bei einem Durchschnittspreis von 1.304 €.
Für 13 männliche Fresser mit einem Durchschnittsgewicht von 281 kg wurden im Schnitt 1.535 € geboten.
Die nächste reguläre Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 20. Mai 2026 statt.
Großviehmarkt am 25.03.2026
Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 8 von Patrick Obermeier aus Arnhofen bei Abensberg
Preisanstieg für leistungsstarke Jungkühe
Beim März-Zuchtviehmarkt in Osterhofen waren die Besucherränge nicht voll besetzt, die vorgestellten 76 Fleckviehzuchttiere waren trotzdem sehr gefragt. 95 % der Verkaufstiere wurden von niederbayerischen Betrieben ersteigert und 100 % der Tiere stammten aus Betrieben mit gentechnikfreier Fütterung.
Die Bullengruppe bestand aus 8 Tieren, die hinsichtlich des Exterieurs sehr ausgeglichen und bestens entwickelt waren. Beim züchterischen Niveau wurden hohe Gesamtzuchtwerte mit in der Spitze 144 Punkten erreicht. Künftig werden alle Bullen in den Käuferbetrieben im Natursprung zum Einsatz kommen. Bei den Verkaufspreisen ergab sich ein Durchschnitt in Höhe von 3.369 €. Der Tageshöchstpreis von 3.600 € wurde zweimal erreicht und zwar für einen mischerbig hornlosen Seide-Sohn von der Familie Obermeier in Arnhofen bei Abensberg und für einen ebenfalls mischerbig hornlosen Sumatra-Sohn gezüchtet von Reinhard Jellbauer aus Germannsdorf und aufgezogen von Valentin Mühlbauer aus Oberhaarbach.
Mit 60 Jungkühen war das Angebot in dieser Kategorie deutlich größer als bei der letzten Auktion. Auch die Tagesmilchmenge viel mit durchschnittlich 29,1 kg höher aus als zuletzt, obwohl knapp 40 % der Jungkühe bereits wieder garantiert tragend waren. Bei Preisen zwischen 2.250 € und 3.500 € errechnete sich letztendlich ein Mittelwert von 2.796 € und damit um 150 € mehr als bei der Auktion im Februar. Den Spitzenpreis erzielte die an Nummer 1 gereihte Sunshine-Tochter von der Landstorfer GbR aus Gschwendt in der Gemeinde Ascha. Diese Jungkuh entsprach dem gewünschten Doppelnutzungstyp der Rasse Fleckvieh mit einem Gewicht von 750 kg und einer Tagesmilchmenge von 30,3 kg. Zudem war sie auch bereits wieder garantiert tragend. Weitere 17 Jungkühe erzielten Preise von mindestens 3.000 €.
Mit 2 bzw. 3 Kalbungen standen nur 3 Tiere zum Verkauf, die zu einem Versteigerungspreis von im Schnitt 2.467 € die Besitzer wechselten.
Auch bei den Kalbinnen wurden nur 5 Tiere angeboten, die zu Preisen zwischen 2.300 € und 2.750 € versteigert wurden. Im Mittel ergaben sich dabei 2.530 €.
Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 22. April 2026 statt.







