Autor: Sabine Knott
Großviehmarkt am 15.07.2026
Foto: Spitzenjungkuh mit der Kat.-Nr. 29 von der Wanninger GdbR aus Rieglkopf in der Gemeinde Kollnburg
Laufende Getreideernte und Trockenheit beeinflussen Zuchtviehpreise
Aufgrund der laufenden Getreideernte lag das Angebot beim Juli-Zuchtviehmarkt in Osterhofen mit 54 Zuchttieren auf relativ niedrigem Niveau. Aus demselben Grund waren auch die Besucherzahlen schwächer. Alle Tiere stammten aus Betrieben mit gentechnikfreier Fütterung. Bis auf 2 Stück wurden alle Zuchttiere von niederbayerischen Rinderhaltern erworben.
Obwohl nur vier Zuchtbullen zum Verkauf standen, wurden nur für zwei Bullen passende Angebote abgegeben. Den Tageshöchstpreis von 2.950 € erzielte ein reinerbig hornloser Wodka-Sohn vom Zuchtbetrieb Valentin Mühlbauer aus Oberhaarbach bei Geisenhausen. Der formalistisch sehr korrekte Bulle lässt auch aufgrund seiner Zuchtwerte Nachkommen mit bestens ausgeprägten Fundamenten und Eutern erwarten. Auch der zweite Bulle, ein mischerbig hornloser Bergamo-Sohn, wurde vom Betrieb Valentin Mühlbauer aufgezogen und am Markt vorgestellt. Der Steigerungspreis lag bei 2.800 €.
Die Klasse der Jungkühe bestand 43 Verkaufstieren, die sich mit durchschnittlich 30,1 kg Milch sehr leistungsstark präsentierten. Ein Viertel der Jungkühe war bereits wieder garantiert tragend. Bei einem Durchschnittspreis in Höhe von 2.521 € schwankten die Preise von 1.900 € bis 3.250 €. Der Tageshöchstpreis von 3.250 € wurde für eine Sunrise-Tochter von der Wanninger GdbR aus Rieglkopf in der Gemeinde Kollnburg geboten. Diese Jungkuh mit einem Gewicht von 710 kg und einer Tagesmilchmenge von 31,6 kg entsprach dem Zuchtziel der Rasse Fleckvieh hinsichtlich der Doppelnutzung Milch und Fleisch. Außerdem überzeugte sie mit einem sehr straff sitzenden, drüsigen Euter. Vom Betrieb Wanninger GdbR standen noch fünf weitere Jungkühe auf der Verkaufsliste, die ebenfalls überdurchschnittliche Preise erzielten.
Für weitere vier Kühe mit 2 Kalbungen wurden im Schnitt 2.313 € bezahlt.
Auch bei den Kalbinnen standen nur 3 Tiere zum Verkauf, die alle vom Betrieb Wöhrmann Stefan in Karpfenstein bei Neustadt stammten. Bei einem Durchschnittsgewicht von 680 kg wurden im Mittel 2.250 € geboten.
Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 12. August 2026 statt.
Großviehmarkt am 17.06.2026
Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 64 gezüchtet von Anton und aufgezogen von Patrick Obermeier aus Arnhofen bei Abensberg
Duplex-Sohn geht für 15.200 € in den Besamungseinsatz
Mit nur 50 Fleckviehzuchttieren war das Angebot bei der Juni-Zuchtviehauktion in Osterhofen sehr knapp. Gute Jungkühe waren aber weiterhin gefragt, so dass deren Durchschnittspreis im Vergleich zur letzten Auktion sogar angestiegen ist.
Mit 9 Tieren war das Angebot bei den Zuchtbullen überdurchschnittlich groß. Auch die Qualität der Stiere war hinsichtlich Entwicklung, Exterieur und Zuchtwertniveau sehr gut. An einem Duplex-Sohn gezüchtet von Anton und aufgezogen von Patrick Obermeier aus Arnhofen bei Abensberg waren gleich mehrere Besamungsstationen interessiert. Mit einem Gesamtzuchtwert von 139, einem Milchwert von 128 und einem Fleischwert von 118 entspricht der Bulle in idealer Weise dem Doppelnutzungstyp der Rasse Fleckvieh. Aufgrund seiner Exterieurzuchtwerte werden Nachkommen mit sehr korrekten Fundamenten (ZW 118) bzw. Euteranlagen (ZW 115) erwartet. In Summe gehört er damit zu den besten Bullen der seltenen Dirigent-Linie. Bei der Versteigerung dieses Spitzenbullen setzte sich letztendlich die Besamungsstation Neustadt/Aisch durch, die bei 15.200 € den Zuschlag erhielt.
Weitere 7 Bullen, alle natürlich hornlos, wurden zum Durchschnittspreis von 2.843 € von Züchtern für den Deckeinsatz in ihren Herden erworben.
Bei der Kategorie der Jungkühe waren nur 33 Tiere aufgetrieben worden, die eine mittlere Tagesmilchmenge von 29,7 kg vorweisen konnten. Der Versteigerungspreis von im Mittel 2.677 € lag um rund 80 € über dem Ergebnis der letzten Auktion. An die Spitze der Jungkühe hatte die Bewertungskommission eine Hrom-Tochter vom regelmäßigen Marktbeschicker Bernhard Wensauer aus Zornhof, Gemeinde Pfeffenhausen rangiert. Bei einer Tagesmilchmenge von 37,1 kg überzeugte diese Kuh auch mit einem hoch angesetzten Euterboden bzw. einem Gewicht von 670 kg. Zudem ist dieses Tier genomisch untersucht und kann einen Gesamtzuchtwert von 125 vorweisen. Für dieses überzeugende Gesamtpaket wurde der Tageshöchstpreis von 3.350 € geboten.
Für weitere fünf Kühe mit 2 bis 7 Kalbungen wurden im Schnitt 2.290 € bezahlt.
Auch bei den Kalbinnen wurden nur 3 Tiere angeboten. An der Spitze stand eine Widder-Tochter von Klaus Reisinger aus Tumpenberg bei Wegscheid mit einem Gewicht von 860 kg. Sie erzielte einen Versteigerungspreis von 2.650 €. Im Mittel wurden für die Kalbinnen 2.450 € geboten.
Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 15. Juli 2026 statt.
Großviehmarkt am 20.05.2026
Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 5 von Georg Moosbauer aus Biberbach, Gemeinde Perlesreut
Angebot und Nachfrage bei der Mai-Auktion ausgeglichen
Beim Mai-Zuchtviehmarkt in Osterhofen wurden 65 Zuchttiere vorgestellt. Das waren geringfügig mehr als bei der letzten Auktion in April. Das Angebot und Nachfrage nach Fleckviehzuchttieren war ausgeglichen.
Die Versteigerung begann mit der Vorstellung der 6 aufgetriebenen Zuchtbullen. Bis auf einen Stier waren alle Bullen natürlich hornlos, die schließlich für den Einsatz im Natursprung von Zuchtbetrieben ersteigert wurden. Dabei ergab sich ein mittlerer Preis in Höhe von 3.020 €. Der Spitzenstier stammte aus dem Zuchtbetrieb von Markus Strobl in Harbach bei Massing und wurde vom Aufzuchtbetrieb Georg Moosbauer aus Biberbach, Gemeinde Perlesreut vorgestellt. Im Alter von 14 Monaten war der Bulle bestens entwickelt und konnte bereits 640 kg Gewicht vorweisen. Dieser mischerbig hornlose Wachau P*S-Sohn aus einer leistungsstarken Zeiger-Tochter überzeugte außerdem mit einem Gesamtzuchtwert von 137. Aufgrund seiner Zuchtwerte lässt er fitnessstarke, langlebige Nachkommen erwarten und ist zudem für die Belegung von Jungrindern geeignet. Mit 3.550 € erzielte der Bulle auch den Spitzenpreis in dieser Tierkategorie.
Für 44 Jungkühe ergaben sich Gebote, die von 2.050 € bis 3.550 € reichten. Im Durchschnitt wurde von den Käufern ein Steigerungspreis in Höhe von 2.598 € bezahlt. Die Verkaufstiere präsentierten sich mit einer mittleren Tagesmilchmenge von 30,0 kg sehr leistungsstark, wobei ein Viertel der Jungkühe bereits wieder garantiert trächtig war. Die Spitzenjungkuh, eine Epik-Tochter vom Betrieb Bernhard Wensauer in Zornhof bei Pfeffenhausen, ist bereits wieder besamt vom Bullen Moby Pp* und garantiert tragend. Sie stammt aus einer langlebigen Kuhlinie und die Mutter brachte es auf 8 Kalbungen. Weitere Pluspunkte waren ein Gewicht von 670 kg sowie eine Tagesmilchmenge von 40 kg. Für diese besondere Jungkuh endete das Gebot bei 3.350 €.
Vier weitere Kühe mit jeweils 2 Kalbungen erzielten im Schnitt 2.613 €.
Bei den Kalbinnen wurden nur 3 Tiere angeboten, die zu durchschnittlich 2.450 € versteigert wurden. Außerdem stand bei dieser Auktion ein Jungrind mit 400 kg Gewicht zum Verkauf, wofür 1.220 € geboten wurden.
Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 17. Juni 2026 statt.
Großviehmarkt am 22.04.2026 u. Bericht Fresservermarktung 18.04.26
Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 2 von Knon Josef aus Hundsruck bei Untergriesbach
Reinerbig-hornloser Witness P*S-Sohn erzielt 17.800 €
Aufgrund der aktuell laufenden Feldarbeiten, insbesondere der Maisaussaat, war beim April-Zuchtviehmarkt in Osterhofen die Anzahl der vorgestellten Tiere mit 59 Stück sehr begrenzt. Fleckviehzuchttiere sind jedoch weiterhin sehr gefragt, so dass das bisher gute Preisniveau weiterhin gehalten werden konnte. Neben den Kaufinteressenten wurde die Auktion auch von der Seniorenunion der CSU-Kreisgruppe Deggendorf und Teilnehmern des Bildungsprogramms Landwirtschaft am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landau-Pfarrkirchen besucht.
Zu Beginn der Versteigerung standen 10 Zuchtbullen zum Verkauf. An die Spitze hatte die Körkommission einen reinerbig hornlosen Witness P*S-Sohn von Josef Knon aus Hundsruck bei Untergriesbach gestellt. Der mit 11 Monaten sehr junge Bulle brachte trotzdem bereits 520 kg auf die Waage und überzeugte mit guter Entwicklung und korrektem Fundament. Das ausgewogene Zuchtwertniveau mit Gesamtzuchtwert 139, Milchwert 126, Fleischwert 113 und Fitness 120 sprach ebenfalls für sich. Die seltene Abstammung der Mutter Orlando PP* mit Zitrus Pp* aus Minga Pp* war für die Besamungsstationen von besonderem Interesse, ebenso wie die Tatsache, dass sich aus Orlando PP* bereits die Bullen Siegfried P*S und Megaline PP* im Besamungseinsatz befinden. Bei einem Gebot von 17.800 € ging der Zuschlag schließlich an die Besamungsstation Neustadt/Aisch.
Die restlichen 9 Bullen wurden von Zuchtbetrieben für den Deckeinsatz erworben, wobei sich ein Durchschnittspreis von 3.089 € ergab. Die Preisspanne reichte von 2.550 € bis 4.100 €.
Das Angebot der Jungkühe war mit 41 Tieren sehr knapp. Allerdings präsentierten sich diese mit einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von 30,1 kg sehr leistungsstark. Den Spitzenwert von 41,2 kg erreichte eine an Nummer 1 rangierte, hornlose Vantasie PP*-Tochter, die zudem ein Gewicht von 690 kg vorweisen konnte. Angeboten wurde diese Jungkuh von der Seefellner GbR aus Untergriesbach und wurde schließlich zum Tageshöchstpreis von 3.600 € versteigert. Als Durchschnittspreis ergab sich bei den Jungkühen ein Wert von 2.801 €, wobei die Preise zwischen 2.250 € und 3.600 € schwankten.
Mit 2 bzw. 3 Kalbungen standen weitere 5 Tiere zum Verkauf, die eine durchschnittliche Tagesmilchmenge von 34,3 kg vorweisen konnten. Somit waren sie sehr gefragt und erzielten einen Preis von im Mittel 2.750 €.
Bei den Kalbinnen wurden nur 3 Tiere angeboten, die zu durchschnittlich 2.467 € versteigert wurden.
Neben dem regulären Zuchtviehmarkt hat am Samstag, den 18. April anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Vermarktungsanlage in Osterhofen auch eine Fresser-Versteigerung stattgefunden. Dabei wurde die stattliche Zahl von 237 Fressern angeboten, die auch auf überregionales Interesse stieß. Mit 224 Stück war der überwiegende Anteil der vorgestellten Tiere weiblich, die im Mittel 279 kg schwer waren. In allen Gewichtsbereichen wurden Tiere angeboten, so dass die Gewichte von 165 kg bis 540 kg reichten. Dementsprechend schwankten auch die Preise zwischen 920 € und 1.660 €, bei einem Durchschnittspreis von 1.304 €.
Für 13 männliche Fresser mit einem Durchschnittsgewicht von 281 kg wurden im Schnitt 1.535 € geboten.
Die nächste reguläre Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 20. Mai 2026 statt.
Großviehmarkt am 25.03.2026
Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 8 von Patrick Obermeier aus Arnhofen bei Abensberg
Preisanstieg für leistungsstarke Jungkühe
Beim März-Zuchtviehmarkt in Osterhofen waren die Besucherränge nicht voll besetzt, die vorgestellten 76 Fleckviehzuchttiere waren trotzdem sehr gefragt. 95 % der Verkaufstiere wurden von niederbayerischen Betrieben ersteigert und 100 % der Tiere stammten aus Betrieben mit gentechnikfreier Fütterung.
Die Bullengruppe bestand aus 8 Tieren, die hinsichtlich des Exterieurs sehr ausgeglichen und bestens entwickelt waren. Beim züchterischen Niveau wurden hohe Gesamtzuchtwerte mit in der Spitze 144 Punkten erreicht. Künftig werden alle Bullen in den Käuferbetrieben im Natursprung zum Einsatz kommen. Bei den Verkaufspreisen ergab sich ein Durchschnitt in Höhe von 3.369 €. Der Tageshöchstpreis von 3.600 € wurde zweimal erreicht und zwar für einen mischerbig hornlosen Seide-Sohn von der Familie Obermeier in Arnhofen bei Abensberg und für einen ebenfalls mischerbig hornlosen Sumatra-Sohn gezüchtet von Reinhard Jellbauer aus Germannsdorf und aufgezogen von Valentin Mühlbauer aus Oberhaarbach.
Mit 60 Jungkühen war das Angebot in dieser Kategorie deutlich größer als bei der letzten Auktion. Auch die Tagesmilchmenge viel mit durchschnittlich 29,1 kg höher aus als zuletzt, obwohl knapp 40 % der Jungkühe bereits wieder garantiert tragend waren. Bei Preisen zwischen 2.250 € und 3.500 € errechnete sich letztendlich ein Mittelwert von 2.796 € und damit um 150 € mehr als bei der Auktion im Februar. Den Spitzenpreis erzielte die an Nummer 1 gereihte Sunshine-Tochter von der Landstorfer GbR aus Gschwendt in der Gemeinde Ascha. Diese Jungkuh entsprach dem gewünschten Doppelnutzungstyp der Rasse Fleckvieh mit einem Gewicht von 750 kg und einer Tagesmilchmenge von 30,3 kg. Zudem war sie auch bereits wieder garantiert tragend. Weitere 17 Jungkühe erzielten Preise von mindestens 3.000 €.
Mit 2 bzw. 3 Kalbungen standen nur 3 Tiere zum Verkauf, die zu einem Versteigerungspreis von im Schnitt 2.467 € die Besitzer wechselten.
Auch bei den Kalbinnen wurden nur 5 Tiere angeboten, die zu Preisen zwischen 2.300 € und 2.750 € versteigert wurden. Im Mittel ergaben sich dabei 2.530 €.
Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 22. April 2026 statt.
Großviehmarkt am 11.02.2026
Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 1 von der Kellermann GbR aus Vordereben bei Jandelsbrunn
Bulle mit der Kat.-Nr. 2 von der Zierer GbR in Englmühle, Gemeinde Pfeffenhausen
87.000 € für einen reinerbig hornlosen Seide P*S-Sohn!
Beim Februar-Zuchtviehmarkt in Osterhofen wurde mit 81 Stück dieselbe Anzahl an Tieren vorgestellt wie einen Monat zuvor. Angebot und Nachfrage haben sich dabei die Waage gehalten. Wie bei den Kälbermärkten wäre es auch beim Zuchtviehmarkt von Vorteil, wenn möglichst viele Tiere bezüglich der Blauzungenkrankheit Serotyp 8 einen negativen PCR-Test vorweisen könnten. Dies würde sich positiv auf die Preisbildung auswirken, weil diese Tiere auch in freie Gebiete bezüglich der Blauzungenkrankheit vermarktet werden könnten.
Gleich zu Beginn der Versteigerung stand der Höhepunkt der Veranstaltung auf dem Programm. Der Bulle mit der Katalognummer 1 hatte bereits im Vorfeld das Interesse mehrerer Besamungsstationen geweckt. Es handelte sich dabei um einen der besten reinerbig hornlosen Bullen der gesamten Fleckviehpopulation. Dieser Seide P*S-Sohn aus einer Masasi PP*-Tochter von der Kellermann GbR aus Vordereben bei Jandelsbrunn überzeugte durch einen Gesamtzuchtwert von 142. Mit einem Milchwert von 120 und einem Fleischwert von 115 entspricht der Bulle voll dem Doppelnutzungscharakter der Rasse Fleckvieh. Hervorragend ist zudem der Fitness-Zuchtwert von 131, der in der Mutterlinie durch langlebige Kühe mit 8, 10 und 12 Kalbungen belegt wird. Auch der Bulle selbst präsentierte sich mit sehr guter Entwicklung, hat er doch mit 11,5 Monaten bereits ein Gewicht von 570 kg erreicht. Nach einem längeren Winkerduell ging der Zuschlag schließlich bei 87.000 € an die Besamungsstation Neustadt/Aisch.
Mit der Katalognummer 2 wurde ein weiterer Bulle von der Besamungsstation Neustadt/Aisch für 4.700 € ersteigert. Es handelte sich dabei um den zweitbesten von 117 getesteten Eisenherz P*S-Söhnen, der auch auf der Mutterseite mit Hotrod P*S aus Veltliner eine interessante Linienkombination vorweisen kann. Der mischerbig hornlose Bulle besitzt einen Gesamtzuchtwert von 137 bei sehr ausgeglichenem Zuchtwertniveau hinsichtlich Milch, Fleisch und Fitness. Die positiven Exterieurzuchtwerte hat er auch durch seine eigene gute Entwicklung und zudem einem sehr korrekten Fundament unterstrichen. Züchter dieses bisher einzigen Eisenherz P*S-Sohnes im Besamungseinsatz ist die Zierer GbR in Englmühle, Gemeinde Pfeffenhausen.
Weitere 5 Bullen wurden von Landwirten für den Natursprung ersteigert und erlösten im Mittel 3.260 €. Für einen Edeljoker PP*-Sohn von Simon und Christian Wachter aus Allmersdorf, Landkreis Kelheim, wurde mit 4.050 € der bisher höchste Preis für einen Deckbullen geboten.
Das Angebot der Jungkühe viel mit 49 Tieren geringer aus als zuletzt. Rund 30 % der Jungkühe waren bereits wieder garantiert tragend und trotzdem lag die durchschnittliche Tagesmilchmenge bei 28,3 kg. Mit einem Durchschnittspreis von 2.647 € lag das Preisniveau gleichauf mit der letzten Auktion. Die Preisspanne reichte von 1.500 € bis 3.300 €, wobei der Spitzenpreis für eine Zitrus Pp*-Tochter von Stefan Schlögl aus Buch bei Ortenburg erzielt wurde. Bei einem Gewicht von 710 kg und einer Tagesmilchmenge von 33,0 kg verkörpert auch sie in idealer Weise den Doppelnutzungstyp der Rasse Fleckvieh.
Weitere neun Kühe mit zwei bis vier Abkalbungen wechselten zu einem Versteigerungspreis von im Schnitt 2.461 € die Besitzer.
Ähnlich wie im Januar standen abschließend noch 13 Kalbinnen zum Verkauf. Bei einem Durchschnittsgewicht von 719 kg wurde ein Spitzenwert von 850 kg erreicht. Hinsichtlich der Preise ergab sich eine Spanne von 2.200 € bis 2.700 € und ein mittlerer Preis in Höhe von 2.404 €.
Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 25. März 2026 statt.






