
Großviehmarkt am 17.06.2026
Foto: Spitzenbulle mit der Kat.-Nr. 64 gezüchtet von Anton und aufgezogen von Patrick Obermeier aus Arnhofen bei Abensberg
Duplex-Sohn geht für 15.200 € in den Besamungseinsatz
Mit nur 50 Fleckviehzuchttieren war das Angebot bei der Juni-Zuchtviehauktion in Osterhofen sehr knapp. Gute Jungkühe waren aber weiterhin gefragt, so dass deren Durchschnittspreis im Vergleich zur letzten Auktion sogar angestiegen ist.
Mit 9 Tieren war das Angebot bei den Zuchtbullen überdurchschnittlich groß. Auch die Qualität der Stiere war hinsichtlich Entwicklung, Exterieur und Zuchtwertniveau sehr gut. An einem Duplex-Sohn gezüchtet von Anton und aufgezogen von Patrick Obermeier aus Arnhofen bei Abensberg waren gleich mehrere Besamungsstationen interessiert. Mit einem Gesamtzuchtwert von 139, einem Milchwert von 128 und einem Fleischwert von 118 entspricht der Bulle in idealer Weise dem Doppelnutzungstyp der Rasse Fleckvieh. Aufgrund seiner Exterieurzuchtwerte werden Nachkommen mit sehr korrekten Fundamenten (ZW 118) bzw. Euteranlagen (ZW 115) erwartet. In Summe gehört er damit zu den besten Bullen der seltenen Dirigent-Linie. Bei der Versteigerung dieses Spitzenbullen setzte sich letztendlich die Besamungsstation Neustadt/Aisch durch, die bei 15.200 € den Zuschlag erhielt.
Weitere 7 Bullen, alle natürlich hornlos, wurden zum Durchschnittspreis von 2.843 € von Züchtern für den Deckeinsatz in ihren Herden erworben.
Bei der Kategorie der Jungkühe waren nur 33 Tiere aufgetrieben worden, die eine mittlere Tagesmilchmenge von 29,7 kg vorweisen konnten. Der Versteigerungspreis von im Mittel 2.677 € lag um rund 80 € über dem Ergebnis der letzten Auktion. An die Spitze der Jungkühe hatte die Bewertungskommission eine Hrom-Tochter vom regelmäßigen Marktbeschicker Bernhard Wensauer aus Zornhof, Gemeinde Pfeffenhausen rangiert. Bei einer Tagesmilchmenge von 37,1 kg überzeugte diese Kuh auch mit einem hoch angesetzten Euterboden bzw. einem Gewicht von 670 kg. Zudem ist dieses Tier genomisch untersucht und kann einen Gesamtzuchtwert von 125 vorweisen. Für dieses überzeugende Gesamtpaket wurde der Tageshöchstpreis von 3.350 € geboten.
Für weitere fünf Kühe mit 2 bis 7 Kalbungen wurden im Schnitt 2.290 € bezahlt.
Auch bei den Kalbinnen wurden nur 3 Tiere angeboten. An der Spitze stand eine Widder-Tochter von Klaus Reisinger aus Tumpenberg bei Wegscheid mit einem Gewicht von 860 kg. Sie erzielte einen Versteigerungspreis von 2.650 €. Im Mittel wurden für die Kalbinnen 2.450 € geboten.
Die nächste Zuchtviehversteigerung findet in Osterhofen am Mittwoch, den 15. Juli 2026 statt.
